Die Tips vermitteln nur einen ersten Eindruck und sind nicht vollständig. Sie sollten sie aber kennen, üben und Ihre Fertigkeiten und Kenntnisse für eine "Tour auf eigene Faust" weiter entwickeln!
Am einfachsten und sichersten ist es, Sie unternehmen zuerst einmal bei uns eine begleitete Tour.
Unsere erfahrenen Tourenbegleiter garantieren Ihnen ein unbeschwertes Kanuerlebnis.
Sie sollten als Anfänger mit mindestens zwei Booten fahren.
Alle Boote müssen
gegenseitigen Sichtkontakt halten. Behalten Sie sowohl das Boot vor als auch das
Boot hinter sich in Sichtweite.
Sie sollten fit genug sein, ...
... um selbst in vollständiger Kleidung schwimmen zu können.
Seien Sie sich Ihrer Ausdauer bewußt.
Beachten Sie Ihre körperliche
Fitness, aber überfordern Sie sich nicht!
Üben Sie lieber etwas zu Beginn
einer Saison oder wenn Sie mehrere Tage schwierige Flüsse befahren wollen.
Schwimmwesten tragen.
Sie sollten auch passen.
Tragen Sie angemessene Kleidung.
Wasserabweisend und atmungsaktiv ist bei kaltem Wetter von Vorteil.
Faserpelzbekleidung hat sich bewährt. Es gibt Fachgeschäfte mit spezieller Paddelkleidung.
Tragen Sie keine schweren Wanderschuhe im Boot.
Brillenträger
sichern ihre Brille mit einem Band.
Bei normalen Windverhältnissen und Regen
ist ein Poncho im Canadier angebracht. Ein Hut mit breiter Krempe schützt vor
Sonnenbrand.
Wenn Sie öfters fahren und Wildwasser ausprobieren möchten,
brauchen Sie weitere Spezialkleidung (z.B. Helm, Neoprenkleidung).
Ersatzkleidung in wasserdichtem Behältnis ist obligatorisch.
Sie sollten den Fluß kennen, oder mit
einem ...
... erfahrenen Tourenbegleiter von CANADIER-TOUREN fahren!
Sehen Sie sich
schwierige Stellen, wie z.B. Stromschnellen oder Wehre immer erst von Land aus
an, bevor Sie sie befahren.
Haben Sie die geringsten Zweifel über die
Befahrbarkeit des Hindernisses, sollten Sie nicht den wagemutigen Abenteurer
spielen, sondern das Boot an Land umtragen.
Berücksichtigen Sie den Flußcharakter.
Machen Sie sich mit den Gewässerklassifikationen vertraut. Die
Schwierigkeitsstufen steigen bei schlechtem Wetter, Kälte oder Hochwasser.
Paddeln Sie niemals auf überfluteten Abschnitten bei Hochwasser. Weidezäune,
Treibgut, Brücken und Wehre können dann tödlich sein. Das Befahren von Großgewässern
(Meer, große Binnenseen) und Wildwasser erfordert Profis.
Schwierigkeitsstufen
Sicht
Wasser
Flußbett
Stufe 1
freie Fahrt
leicht bewegtes Wasser mit
einigen seichten Stellen, regelmäßige Wellen
keine
oder einfache Hindernisse
Stufe 2
freie
Durchfahrten
einfache
Stromschnellen, unregelmäßige Wellen, durchaus schon bis 90
cm Höhe
einfache
Hindernisse, kleinere Stufen, einiges Manövrieren und Lenken
erforderlich
Stufe 3
übersichtliche, aber oft
enge Durchfahrten, ab und zu Stellen vorher vom Ufer aus ansehen
Stromschnellen
mit hohen, unregelmäßigen Wellen, die oft in´s Boot schwappen
(Kenterung), Walzen, Wirbel, Preßwasser
einzelne
Felsen, Stufen und andere Hindernisse, die vielseitiges, komplexes
Steuern erfordern
Stufe 4
keine
offenen Canadier
enge Durchfahrten nicht ohne
weiteres erkennbar, Erkundung meist notwendig. Die Bergung/Rettung ist
aus Stufe 4 sehr schwierig! Nicht mehr geeignet für offene Canadier.
Paddler in geschlossenen Kajaks müssen Eskimorolle beherrschen!
Felsen
versetzt im Strom, höhere Stufen mit Rücksog, erforderlich ist äußerst
präzises Steuern in stark bewegtem Wasser
Stufe 5
keine
offenen Canadier
Erkundung unerläßlich. RETTUNG
FAST UNMÖGLICH. BEI MISSERFOLG IMMER LEBENSGEFAHR!
sehr
schwierige, langgezogene sehr starke Stromschnellen, extreme Walzen,
Wirbel, Preßwasser
enge
Verblockung, hohe Gefällstufen, sehr schwierige Ein- und Ausfahrten
Stufe 6
keine
offenen Canadier
Schwierigkeiten
der Stufe 5, aber gesteigert bis zur Unbefahrbarkeit. Nahezu unmöglich
und extrem gefährlich. Nur für Extremteams, die zuvor alle Abschnitte
auf ihre Befahrbarkeit genau geprüft und alle Sicherheitsmaßnahmen
getroffen haben.
Vertrauen Sie Ihrem Tourenbegleiter von
CANADIER-TOUREN.
Unterstützen Sie ihn. Ein
Gewässer sicher zu befahren, ist eine Teamleistung.
Befolgen Sie seine
Anweisungen.
Unerfahrene und unvorbereitete Passagiere
sollten Sie nicht mitnehmen.
Sie haben als Anfänger
schon genug mit sich und dem Boot zu tun.
Die bloße Anwesenheit eines
Unerfahrenen im Kanu fordert von Ihnen wahrscheinlich zu viel Aufmerksamkeit.
Eine eventuelle Kenterung könnte dann wirklich gefährlich werden.
Vorsicht vor Wehren.
Sie bergen für Kanu-Fahrer
besondere Gefahren.
Setzen Sie nie zu dicht an einem Wehr ein oder aus.
Fahren
Sie niemals zu nah an Wehrtore, Abflußkanäle oder Überlaufkanten heran.
Auch bei einer "Tour auf eigene Faust" haben wir Befahrungstipps für
Sie bereit.
Tipp: Es gibt im Buchhandel Flußführer. Schlagen Sie unbedingt
die Besonderheiten des Gewässers nach.
Beachten Sie die Hochwasserzeiten.
Erkundigen Sie sich nach dem aktuellen Stand.
Befahren Sie einen Wildwasser-Abschnitt, kniehen
Sie sich hin, auch ...
... wenn das Boot über
Sitze verfügt.
Dadurch verlagert sich der Schwerpunkt nach unten und Ihr Boot
erhält so mehr Stabilität.
Es gibt sehr verschiedene Gewässer.
Fertigkeiten, die auf ruhigen Seen angebracht sind, sind nicht für Flüsse
geeignet.
Jemand, der auf stehenden Gewässern geübt ist, kann nicht
automatisch auch Flüsse gefahrlos befahren und umgekehrt.
CANADIER-TOUREN
empfiehlt als Voraussetzung für eine längere "Tour auf eigene Faust"
in einsamen Gegenden einen Grundkurs auf einem See/Fluß.
Sie finden solch einen
Kurs bei uns. Anfänger erlernen z.B. die verschiedenen Paddel-Schlag-Techniken, das Übersetzen von einem Ufer zum anderen, wie man anlegt,
Kenntnisse über Sicherheitsvorkehrungen, u.v.m..
Ganz besonders wichtig ist das
Üben von Rettungsmaßnahmen: Was ist zu tun, wenn das Kanu gekentert ist?
Weitergehende Fertigkeiten in der Paddeltechnik
sind unerläßlich, wenn ...
... Sie schnellere Flußabschnitte
sicher genug befahren wollen.
CANADIER-TOUREN kann nicht oft genug betonen,
wie wichtig es für Anfänger ist, die Paddeltechnik unter fachkundiger
Anleitung zu erlernen und zu üben.
Die nötigen Fertigkeiten erlangen Sie am
einfachsten, wenn Sie hin und wieder etwas Zeit haben, bei uns eine begleitete
Tour zu unternehmen.
Wir versprechen Ihnen: Auf diese Weise haben Sie "mit Sicherheit" (und ohne Alkohol!) den meisten Spaß und vermeiden so auch ganz nebenbei am elegantesten eventuelle Verletzungen und kostspielige Bootsreparaturen.
So bitte nicht! Sie können sich schlimm verletzen und die Reparaturkosten für die Boote bleiben leider auch bei Ihnen hängen.
Unser Tipp: "Lassen Sie sich doch einfach
von uns zeigen, wie's geht!"